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News

22.04.2010

Noch näher dran an der Praxis

Die intensive Zusammenarbeit des SRH Instituts für Gesundheitsberufe mit dem SRH Zentralklinikum Suhl soll auch nach dem Weggang von Thomas Wolfram, des bisherigen Geschäftsführers beider Einrichtungen in Personalunion, fortgesetzt werden. Das kündigte der neue Geschäftsführer des Instituts, André Görler, an. Der 31jährige Diplom-Betriebswirt und Prokurist des Zentralklinikums hat zum 1. März neben Simone Flauger die Geschäftsführung des SRH Instituts in der Rimbachstraße übernommen. Seine Doppelfunktion an Klinikum und Institut sichere ebenso wie bei seinem Vorgänger die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis, so Görler. "Das ist für beide Seiten eine sehr günstige Konstellation, lässt sich damit doch vieles auf dem kurzen Dienstweg klären", sagt er.

Gemeinsames Dach nutzen

Zudem sei diese auch räumlich gesehen sehr enge Verzahnung unter dem Dach der SRH-Gruppe ein immenser Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bildungsträgern der Region. (...)

Seit August 2008 ist der gebürtige und derzeit in Geraberg wohnende Ostthüringer nach beruflichen Stationen bei solch namhaften Konzernen wie RWE oder Siemens am Suhler Klinikum tätig. Im August 2009 übernahm er dort das Finanzcontrolling, seit Dezember ist er Prokurist. Das Institut bedeutet für ihn kein Neuland, konnte er sich doch bereits seit einigen Monaten an der Seite von Thomas Wolfram in der Bildungseinrichtung einarbeiten.

Die von Thomas Wolfram im vergangenen Jahr praktizierte enge Anbindung des Instituts an das Klinikum habe sich überaus gut bewährt, meint auch Schulleiter Prof. Dr. Wolf Arnold. "Für mich war es in all den Jahren ohnehin nie nachvollziehbar, dass man diese Synergieeffekte nicht genutzt hat", meint er.

Schließlich könnten beide Seiten davon profitieren - wie etwa bei den Praktikumseinsätzen der 16 fest angestellten Lehrkräfte in den Schulferien am Klinikum. "Sie bereichern mit ihren aktuellen theoretischen Kenntnissen die Arbeit der Fachkräfte am Klinikum und bringen andererseits die Anforderungen der Praxis direkt mit in den Unterricht ein." Davon wiederum profitierten die Schüler.

Die relativ hohe Altersstruktur vieler medizinischer Fachkräfte an Thüringer Kliniken, so auch in Suhl, eröffne vielen Absolventen des Instituts die Chance auf eine Festanstellung in der Heimat. "Vor allem nach Medizinisch-Technischen Assistenten der Radiologie, der Funktionsdiagnostik oder im Operationsdienst, aber auch nach Kinderpflegern und -erziehern wird die Nachfrage in den kommenden Jahren steigen", weiß André Görler. (...)

Derzeit laufen am Institut Überlegungen, einen neuen Ausbildungsgang für chirurgische Assistenz zu etablieren. Er soll bereits ausgebildetes Pflegepersonal zu niederen ärztlichen Tätigkeiten befähigen und berechtigen. "Vor dem Hintergund des sich verschärfenden Ärztemangels ist das deutschlandweit derzeit ein ganz großes Thema", weiß Arnold. (...)

(Quelle: Freies Wort, Georg Vater, Artikel gekürzt)


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